Westafrika 2000

 

 

 

Gambia - Senegal - Burkina Faso - Niger - Mali - Senegal - Gambia 

 

 

Bereits im Vorfeld dieser anspruchsvollen Tour gibt es alle Hände voll zu tun: wir schicken unsere Pässe nacheinander zu den Konsulaten von Burkina Faso, Niger und Mali und packen unsere Reisetaschen mit Kartenmaterial, Lebensmittelkonserven und Unimog-Ersatzteilen bis zum maximalen Gewicht von 20 kg pro Tasche, den Rest ziehen wir an. Die Pässe mit allen Visa erhalten wir gerade noch rechtzeitig zurück und fliegen Mitte Dezember 2000 von München über Brüssel nach Banjul, wo uns Claudia und Joe vom Camping Sukuta in Empfang nehmen. Dank unübersehbarer Beschilderung finden wir gemeinsam zum Campingplatz,

 

 

wo wir die erste Nacht in einem der Gästezimmer verbringen.

 

 

Am nächsten Tag holen wir unseren bereits versicherten Unimog vom Sukuta Carpark ab, den wir dort vor ein paar Monaten auf 4 Sandblechen abgestellt hatten, damit er während der Regenzeit nicht im Schlamm einsinkt. Der neben dem Unimog abgestellte Toyota beherbergte eine giftige Schlange, eine Durchsuchung unseres Fahrzeugs bringt außer ein paar Ameisen jedoch keine tierischen Bewohner zum Vorschein.

 

 

Am Markt in Bakao bunkern wir frische Lebensmittel, und die libanesischen Supermärkte bieten eine große Auswahl an Konserven.

 

In Anbetracht der geplanten Fahrstrecke verzichten wir auf die 400 km lange, von Schlaglöchern durchsetzte Teerstraße entlang des Gambia River und setzen bei Barra mit der Fähre über das Mündungsdelta des Gambia in den Senegal über. Denn ein gambischen Sprichwort besagt, dass, wenn zwei Ohren aus einem Schlagloch herausschauen, kein Hase im Loch sitzt, sondern ein Esel!

 

Der senegalesische Teer ermöglicht uns eine angenehm flotte Fahrt, und unterwegs besuchen wir einen der vielen farbenfrohen Märkte.

 

 

 

 

 

Im weiteren Streckenverlauf nähert sich das Bahngleis unserer Straße, der Zug bewegt sich nur mit etwa 30 km/h.

 

 

 

 

Bald darauf erreichen wir bei Kidira die Grenze nach Mali.

 

 

Die Grenzformalitäten nehmen ihren üblichen, bürokratischen Lauf - aber halt, der Zoll hat eine Unstimmigkeit gefunden! Die Gültigkeit unserer Versicherung endet bereits vor dem Ausstellungsdatum! Wir erledigen das Problem notgedrungen mit einem cadeau und bessern das Ablaufdatum mit einem farblich passenden Kugelschreiber aus. 

 

 

Am Wegesrand begleiten uns farbenprächtige Blüten an sonst kahlen Ästen, und so mancher Baobab lädt uns zu einer kurzen Pause ein.

 

 

 

Diese museumsreife Dampfwalze diente wohl einst der Errichtung frühchristlicher Teerstraßen.

 

 

Ab Kayes wählen wir die längere, aber schnellere Route über

Sandaré und Djema nach Bamako, wo wir unsere Lebensmittelvorräte wieder auffrischen. Auch hier bieten libanesische Supermärkte eine für malische Verhältnisse unvorstellbare Auswahl. Es ist kurz vor Weihnachten, und wir staunen nicht schlecht über Weihnachtstorten mit Tannenbäumen und Skispringern aus Zucker in den Tiefkühltruhen. Sogar ein richtiger Weihnachtsbaum, eine libanesische Föhre, steht im klimatisierten Supermarkt!

 

Leider leckt unser Kühler, und wir schauen mal bei Mercedes in Bamako vorbei. Der Meister (?) baut unseren Kühler aus, und der Lehrling bringt ihn mit seinem Moped weg. Während wir auf den Lehrling warten, rollt eine schwarze Luxuskarosse, unseres Wissens ein 8-Zylinder, auf höchstens noch 5 Zylindern hustend auf den Hof. Den Blicken unter die Motorhaube folgt ein allseitiges Achselzucken, und so fährt er nach wie vor humpelnd wieder weg, wer braucht schon 8 Zylinder? Der Lehrling ist zurück mit unserem neu lackierten Kühler! Schaut sehr schön aus und wird auch gleich eingebaut. Nach fürstlicher Entlohnung der Werkstatt machen wir uns auf in Richtung Burkina Faso.

 

 

In Sikasso tropft der Kühler schon wieder. Aber es gibt ja Wasser zum Nachfüllen, und eine Reklamation in Bamako macht wenig Sinn. Also reisen wir nach Burkina Faso ein und nehmen Kurs auf Bobo-Dioulasso und Ouagadougou.

 

 

 

 

Am Baoulé finden wir einen idyllischen Rastplatz,

 

 

bevor wir weiter Richtung Osten fahren.

 

  

Eine aus Lehm erbaute Moschee fasziniert uns außerordentlich,

 

 

 

 

aber als Ungläubige dürfen wir die sie nur von außen bestaunen, und so machen wir uns schon bald auf den Weg zu den heiligen Krokodilen von Sabou.

 

 

 

 

 

 

Ouagadougou durchqueren wir zügig, die Abgase von Tausenden Mopeds lassen unsere Augen tränen.

 

 

Allmählich nähern wir uns Kantchadi, der Grenze zum Niger.

 

 

Und unsere erste Anlaufstelle im Niger ist der Parc National du W.

 

 

Wir müssen einen Führer anheuern, dem wir einen halbwegs bequemen Sitzplatz in unserem engen Führerhaus einrichten.

 

 

Und gleich der erste Elefant hat es dermaßen eilig, dass er uns um ein Haar gerammt hätte! Die anderen Tiere hingegen lassen es ruhiger angehen und sich geduldig ablichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor Sonnenuntergang müssen wir den Nationalpark verlassen. Wir schaffen es gerade noch so bei Tageslicht und suchen uns einen ruhigen Übernachtungsplatz am Niger.

 

 

Am nächsten Morgen ist der Himmel überraschend diesig. Die Kompaßnadel schwenkt auf Nordnordost, und wir folgen dem Niger bis zur Hauptstadt Niamey.

 

 

Auch dort ist die Sicht getrübt, und so hält es uns nicht lange.

 

 

Wir ergänzen unsere Lebensmittel, füllen die Tanks mit Diesel und verlassen diese neblige Stätte.

 

 

 

 

 

Tillabéri

 

Labbezanga, Grenze Mali

 

Gao

 

Hombori

 

Gourma-Rharous

 

Timbuktu

 

Nema

 

Ayoun el Atrous

 

Kiffa

 

St. Louis

 

Dakar

 

Fortsetzung und (viele!) Bilder folgen!