Gonzo's Tour 2008 - MISSION POSSIBLE

 

 

 

Guten Tag, mein Name ist GONZO NEIN.

 

Ich bin der Sicherheitsbeauftragte von Herrchen und Frauchen und verscheuche alle Hunde, Katzen, Ziegen, Schafe, Pferde, Esel, Kühe, Kamele und manchmal auch Einbrecher.

 

Herrchen hat mir von dem guten italienischen Hundefutter erzählt, das auch Garfield so gerne isst: Lasagne. Über die Osterfeiertage sind wir also nach Italien gefahren, um mir eine Lasagne zu kaufen. Boah, die Fahrt nach Udine war ganz schön langweilig! Da, wo früher mal die Rückbank meines Landrovers war, sitzen jetzt die Kühlbox aus Südafrika und ich aus Niederbayern.

 

Wir sind erst am Gründonnerstag abends losgefahren, und ich hab die meiste Zeit in meinem kuscheligen Reisekörbchen verschlafen. Das Herrchen ist immer der fremden Stimme aus einem Kästchen an der Windschutzscheibe nachgefahren, und so sind wir um 23 Uhr auf dem riesigen Parkplatz von IPER in Udine angekommen. Ich musste mir erst einmal alle vier Beine vertreten und mein Revier abstecken, sicherheitshalber hab ich sämtliche Bäume in weitem Umkreis markiert.

 

Immer wenn es dem Herrchen kalt ist, darf ohne den sonst üblichen Zirkus (GONZO NEIN!) im Bett schlafen.

 

Nach einem ausgiebigen Morgenspaziergang, manche Bäume rochen so, als ob ich schon mal hier gewesen wäre, musste ich aufs Auto aufpassen, während Herrchen und Frauchen meine Lasagne kaufen gingen. Zwei Stunden (!) waren sie einkaufen, aber Lasagne haben sie keine gefunden, nur Cappuccino und andere Sachen in Tüten, Päckchen und grünen Flaschen! Zum Trost durfte ich nochmal spazieren gehen und eine Handvoll Trockenfutter zu mir nehmen, bevor Herrchen unter meiner Aufsicht ins Flußbett des Tagliamento fuhr.

 

 

Boah, was es da an tollen Spielsachen gab! Sträucher zum Entwurzeln, GONZO NEIN!, Stöckchen zum Apportieren und Zerbeißen - das mag ich am liebsten!

 

 

Sogar zwei Ledersessel hab ich gefunden, tadellos in Schuß, die schenk ich meinem Herrchen zum Geburtstag!

 

 

Als es dann doch zu regnen begann, beschloß mein Herrchen, über Cividale nach Slowenien zu fahren und dort die Grenzkammstraße zu erkunden. Ich war vom vielen Spielen so erschöpft, dass ich erst auf slowenischer Seite wieder aufwachte - doch dort schneite es! GONZO? Boah, da geh ich nicht raus! Herrchen wollte sich auf keine Rutschpartien mit den Mud Terrains einlassen und brachte uns zurück an die italienische Küste, nach Duino auf einen "wilden" Campingplatz.

 

 

Auch dort gab es keine Lasagne für mich, nur ein Fischrestaurant. Na gut, dann eß ich halt die frischen Hühnermägen aus dem IPER. Osterhase hätte ich auch genommen...

 

Am nächsten Morgen regnete es nicht mehr, wir wanderten auf dem Rilke-Weg durch die hügelige Küstenlandschaft. 

 

 

 

 

 

Ich schlüpfte mühelos durch die vielen Büsche, während Herrchen mit den Zweigen und Ästen kämpfte. Soll sich nicht so anstellen! Feine Stöckchen gab es da, die ich zu Kleinholz für mein Lagerfeuer machte. Aber Herrchen wollte gar kein Feuer machen, sondern benutzte MICH als Wärmflasche! Hoffentlich hat mich keiner gesehen ... Jack Russels sind doch keine Schoßhunde, sondern Jagdhunde!

 

Zurück am Auto stellte ich fest, dass die italienischen Nachbarn eine KATZE dabei hatten! Halali und Waidhundsheil! Aber: GONZO NEIN! - und Herrchen knotete mich am Auto fest.

 

 

Hm, Lasagne krieg ich keine, Osterhasen gibt's keine, die Nachbarskatze kann ich auch nicht haben - bell ich halt vorüberfliegende Plastiktüten an. Als das dem Herrchen auf duie Nerven ging, fuhren wir endlich in den Nationalpark.

 

 

 

Da gab es allerlei merkwürdige Pflanzen zu sehen, und wir besuchten auch die dortigen Wasservögel.

 

 

 

 

 

Kann ich einen Schwan haben? GONZO NEIN! Oder wenigstens eine Ente? GONZO NEIN!

 

 

Darf ich den Pfau fangen? GONZO NEIN! Ist ja wieder mal typisch...

 

Herrchen brauchte dringend eine Dusche und suchte einen Campingplatz, der auch große, böse Hunde aufnimmt. Die nette Dame an der Rezeption des Camping Sabbiadoro freute sich sichtlich über mich, und so blieben wir dort. Sie ließ mich sogar kostenlos übernachten! Herrchen und Frauchen haben nicht so lieb geschaut wie ich und mussten ordentlich was abdrücken!

 

Bei immerhin 14 Grad und Sonnenschein durfte ich den Campingplatz erkunden, Herrchen mit so einer lächerlichen Plastiktüte hinter mir, wie peinlich! Ätsch, ich hab nur gebieselt, dafür aber 73 Mal!

 

Weil am Montag Feiertag war, bekam ich auch am letzten Tag meine Lasagne nicht - MISSION IMPOSSIBLE. Herrchen und Frauchen mussten den Heimweg im Schnee antreten, und ich durfte ausnahmsweise in Frauchens Bettdecke schlafen - MISSION POSSIBLE.